Leistungen

Spermiogramm

Neben den Eizellen benötigt man für eine Befruchtung in der IVF-Therapie auch Spermien, für die in Deutschland lediglich die des Ehemanns oder festen Partners in Frage kommen. Fremd- oder Spendersamen dürfen laut Embyonenschutzgesetz bei der künstlichen Befruchtung nicht eingesetzt werden.

 

Vor der Untersuchung einer Samenprobe sollte der Mann eine sexuelle Karenzzeit von 3-5 Tagen einhalten. Die Spermien werden durch Masturbation gewonnen und im Anschluss unter dem Mikroskop untersucht. Dabei entsteht ein Spermiogramm, das über den weiteren Verlauf der Therapie entscheidet.

 

Qualität der Samenflüssigkeit

Bei der Beurteilung der Samenqualität spielen drei Parameter eine Rolle:

  • die Konzentration der Samenzellen
  • ihre Beweglichkeit
  • ihre Morphologie (d. h. ihre Form)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Grenzwerte für eine normale Samenqualität definiert:

  • Konzentration: >20 Millionen/ml
  • Beweglichkeit: >50 Prozent
  • Morphologie: >30 Prozent normal geformte Spermien
gutes Speriomgramm

gutes Spermiogramm

lupe

 

schlechtes Speriomgramm

schlechtes Spermiogramm

lupe

Ein leichtes Unterschreiten eines oder mehrerer dieser Werte bedeutet aber nicht, dass der Mann zeugungsunfähig ist. Er wird dann als "eingeschränkt zeugungsfähig" angesehen. Das kann bedeuten, dass es einfach nur etwas länger dauert, bis eine Schwangerschaft bei der Partnerin eintritt. Je schlechter die Samenqualität aber im Vergleich mit den Grenzwerten ist, desto unwahrscheinlicher wird es, dass (bei einer gesunden Partnerin) eine spontane Schwangerschaft eintritt.

 

Aufbereitung

Bei der Aufbereitung werden durch verschiedene Verfahren die schnellsten und beweglichsten Spermien isoliert und die Samen- flüssigkeit durch ein Nährmedium ersetzt. Häufig wird die Methode des swim-up eingesetzt. Dabei schwimmen die beweglichsten Spermien aktiv in die Nährflüssigkeit hinein.

Methodde des Swim-Up

Swim-Up Technik

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