Leistungen

Insemination

Die bei der Follikelpunktion gewonnenen Eizellen werden im Brut- schrank in einer Nährflüssigkeit aufbewahrt und nach einem Zeit- raum von ca. drei Stunden mit den Spermien des Partners zusammengebracht. Je nach Qualität der Samenflüssigkeit, d. h. der Konzentration, Beweglichkeit und Gestalt der Spermien, werden dabei zwei Arten der Insemination der Eizellen angewendet:

Eizelle mit Spermien

Eizelle mit Spermien

lupe

 

konventionelle IVF

Bei der konventionellen IVF ist die Samenqualität des Mannes normal oder nur schwach eingeschränkt. Die Samenzellen können daher von alleine in die Eizelle eindringen und sie befruchten. Technik: Die Samenflüssigkeit des Mannes wird aufbereitet. Man erhält dann eine Suspension von hochbeweglichen Spermien. Diese Suspension wird in einer bestimmten Konzentration zu den Eizellen, die sich in einer Nährflüssigkeit befinden, gegeben. Dort verbleiben sie über nach, bis nach 18 Stunden die Befruchtung kontrolliert werden kann.

 

 

ICSI

Die ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion) muss angewendet werden, wenn die Samenqualität des Mannes deutlich ein- geschränkt ist. Das kann bedeuten, dass die Menge, die Beweglichkeit oder die Anzahl normal geformter Samenzellen stark reduziert ist. Die Spermien können dann nicht von selbst in eine Eizelle eindringen. Technik: Die Samenzellen werden unter dem Mikroskop in eine winzige Glasnadel gesaugt und mit dieser dann in die Eizelle injiziert. Die Eizelle wird dabei mit einer etwas größeren, aber immer noch winzigen Glaskapillare festgehalten. Zur besseren Vorstellung: der Durchmesser einer Eizelle beträgt etwa einen zehntel Millimeter, vergleichbar mit dem Durchmesser eines menschlichen Haares. Damit ist die Eizelle die größte Zelle im menschlichen Körper. Das Spermium dagegen zählt zu den kleinsten menschlichen Zellen.

 

MESA/TESE

ICSI2

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lupe

 

icsi

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lupe

Bei diesen Begriffen handelt es sich um Abkürzungen, die sich auf die Herkunft der Spermien beziehen. In beiden Fällen sind beim Mann keine Spermien in der Samenflüssigkeit vorhanden, so dass von Seiten der Urologen oder Andrologen durch einen kleinen operativen Eingriff Spermien aus dem Hodengewebe (testikuläre Spermien-Extraktion, TESE) oder dem Nebenhoden (Mikro-epididymale Spermien-Aspiration) gewonnen werden. Diese werden gewöhnlich eingefroren und können bei einer normalen ICSI-Behandlung eingesetzt werden.

 

TESE

 

 

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