Kinderwunsch

Ursachen der Kinderlosigkeit bei der Frau

Tubenverschluss

Pathologische Keime (z.B. Chlamydien) können durch die Scheide auch in die Gebärmutter und die Eileiter gelangen. Normalerweise wird das durch das Immunsystem verhindert. Manchmal reicht dieser Abwehrmechanismus nicht aus und es kommt zu einer aufsteigenden Infektion, die eine Eileiterentzündung nach sich ziehen kann. Durch diese Entzündung kann es zu Verklebungen im Eileiter kommen, die Eizelle kann dann nicht mehr in die Gebärmutter gelangen. Der Tubenverschluss ist die klassische Indikation für eine künstliche Befruchtung, da durch die Punktion der Eizellen und anschließendem Transfer der Embryonen in die Gebärmutter die Passage durch den Eileiter umgangen wird.

 

Tubenverschluss

 

 

Störungen des Hormonhaushaltes

Hormonelle Störungen sind eine häufige Ursache ungewollter Kinderlosigkeit bei der Frau. Oft äußern sie sich in Störungen oder Unregelmäßigkeiten des Monatszyklus, der verkürzt oder verlängert sein kann oder ganz ausbleibt.

 

Das Spektrum möglicher Hormonstörungen ist breit und wird im Einzelfall durch Messungen der Hormonkonzentrationen im Verlaufe des Zyklus bestimmt.

 

Sehr häufig ist das sogenannte PCO-Syndrom (PCO = polycystische Ovarien). Dabei ist die Konzentration des Hormons LH und männlicher Hormone erhöht. Außerdem bilden beide Eierstöcke sehr viele unreife Eibläschen, wobei aber letztlich keine Eizelle zum Eisprung kommt. Das PCO-Syndrom äußert sich oft in Zyklusstörungen bis hin zum gänzlichen Ausbleiben der Periode. Oft weisen die betroffenen Frauen auch ein männliches Behaarungsmuster auf.

 

Endometriose

Bei der Endometriose siedeln sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutter an. Diese Endometrium"nester" verhalten sich im Monatszyklus genau wie die Gebärmutterschleimhaut, d. h. auch sie bauen eine Schleimhaut auf, die dann während der Regelblutung ebenfalls abblutet.

 

Endometriosen kommen sehr häufig vor. Leichte Formen bleiben oft unbemerkt und beeinflussen die Fruchtbarkeit vermutlich nicht. Man nimmt an, dass schwerere Formen die Chance schwanger zu werden beeinflussen können. Dabei kommt es zu anatomischen Veränderungen und das Milieu der Bauchhöhlenflüssigkeit wird verändert.

 

Endometriose

 

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